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Auch Arbeitnehmer mit Pflegeaufgaben profitieren zukünftig vom Verbund

Mitgliederversammlung des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. beschließt Satzänderungen für Verbesserung von Beruf und Pflege

Zukünftig werden auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Pflegeaufgaben sowie deren Arbeitgeber von den Leistungen des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. Oldenburger Münsterland profitieren. Dazu wurde auf der Mitgliederversammlung des Verbundes am Mittwoch, den 22. Mai 2019 bei dem Mitgliedsunternehmen Perso Plankontor in Lastrup eine entsprechende Satzungsänderung einstimmig beschlossen. Bisher lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der Förderung von Frauen in Elternzeit und die Wiedereingliederung nach der Familienphase. „Aufgrund der demografischen Veränderungen müssten immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch Pflegeaufgaben übernehmen“, erklärt Renate Hitz, Geschäftsstellenleiterin des Verbundes. Eine Grauzone sei dabei die „Pflege auf Distanz“, bei der die eigentliche Pflege zwar von professionellen Einrichtungen übernommen würde, die Angehörigen aber durch Organisation, Arztbesuche und sonstigen Betreuungsaufgaben unter großen zeitlichen und psychischen Belastungen stünden. Den anwesenden Mitgliedern stellte Renate Hitz bereits ihre ersten Planungen zum Thema „Pflege“ vor. Dazu gehören Informationsveranstaltungen für Beschäftigte mit Pflegelotsen, Ausbildung betrieblicher Ansprechpartner „Pflege“ oder die Entwicklung eines Leitfadens für pflegende Angehörige. Sie arbeitet dabei eng mit den Pflegestützpunkten zusammen.

In ihrem Bericht gab Renate Hitz, die gleichzeitig auch Leiterin der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft ist, einen Überblick über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. So gehörten dem Verbund zum Ende des Jahres 2018 insgesamt 150 Unternehmen, Organisationen und Kommunen an. Damit ist er der mitgliedstärkste überbetriebliche Verbund in Niedersachsen. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 115 Frauen beraten werden, 14 Frauen konnten aktiv in einen neuen Job vermittelt werden. „Auch Frauen mit Migrationshintergrund nehmen das Beratungsangebot verstärkt an“, so Renate Hitz. Zurzeit liege der Anteil bei rund 40 Prozent mit steigender Tendenz. Die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft ist eine von acht ausgewählten Koordinierungsstellen in Niedersachsen mit dem Sonderschwerpunkt „Geflüchtete Frauen“. An Bedeutung hat auch die Unterstützung von alleinerziehenden Frauen gewonnen. Hier arbeitet Renate Hitz mit anderen Organisationen im Arbeitskreis Alleinerziehende zusammen. Mit Blick auf die Sommerferien wies sie darauf hin, dass Mitarbeiter aus Mitgliedsunternehmen einen finanziellen Zuschuss zur Ferienbetreuung der Kinder erhalten können. Anmeldungen sind über Nadine Bornemann (bornemann(at)koordinierungsstelleom.de) noch möglich.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag „Fachkräfte finden und binden in Zeiten der Generation Y und Z“ von Tobias Schmidt von der Firma ExperConsult. Er erläuterte, wie sich die Einstellung zum Arbeitsleben in den vergangenen Generationen verändert hat. „Während bei den sogenannten „Baby-Boomern“ noch galt „Leben, um zu arbeiten“, sieht die Generation Z, also die ab 1995 Geborenen, Leben und Arbeiten als fließenden Prozess“, erläuterte Schmidt. Auch die Kommunikation und Mediennutzung habe sich gravierend geändert. In dem heute herrschenden Arbeitnehmermarkt müssten sich die Unternehmen auf diesen Wandel einstellen, um Mitarbeiter zu finden und an ihr Unternehmen binden.
Carsten Groneik, Geschäftsstellenleiter bei Perso Plankontor und gleichzeitig zweiter Vorsitzender des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. stellte das gastgebende Unternehmen Perso Plankontor vor. An den Standorten Lastrup, Oldenburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf und Leipzig beschäftigt der Personaldienstleister rund 1250 Mitarbeiter. Für seine familienfreundliche Personalpolitik wurde das Unternehmen bereits mehrfach ausgezeichnet unter anderem durch das audit berufundfamilie. „Damit gilt es als Vorreiter in der Branche der Personaldienstleister“, so Groneik.
Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte sich das Unternehmen „Kalieber“ mit einer kurzen Unternehmensvorstellung und einem Buffet mit Spezialitäten des Hauses.

Der Geschäftsbericht 2018 kann über die Geschäftsstelle des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. unter Tel. 04441/898-2622 oder per E-Mail über koordinierungsstelle(at)landkreis-vechta.de angefordert werden. Weitere Informationen unter www.koordinierungsstelleom.de.

Bildmaterial:
(Quelle: Verbund familienfreundlicher Unternehmen e. V./M. Böckermann)


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