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„Haus der Arbeitsfähigkeit“ hilft die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeitender zu erhalten

Informationsveranstaltung des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. vermittelt Einblicke in Demografie-Management in Unternehmen und in die Tätigkeit der wissenswerkstatt am Standort Vechta

„Erwerbstätige im Alter zwischen 55 und 64 Jahren sind eine Schlüsselressource und ein strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen“, sagt Anne-Marie Glowienka von der hochform Gesundheits- und emografieberatung. Die Bedeutung älterer Mitarbeitender würde häufig unterschätzt, zu Unrecht, denn sie verfügten über Erfahrung, Kompetenz, Wissen, Verantwortungsbewusstsein, Werte und Gelassenheit. Besonders vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in vielen Branchen sei es wichtig, die Arbeitsfähigkeit dieser Altersgruppe zu erhalten. Wie das funktionieren kann, erläuterte Anne-Marie Glowienka am vergangenen Donnerstag in einem Vortrag zum Thema „Mitarbeiter*in 55 Plus – kompetent, motiviert und fit!“. Eingeladen dazu hatte der Verbund familienfreundlicher Unternehmen e. V. Oldenburger Münsterland in den Start:Punkt Vechta.  

„Durch den demografischen Wandel werden in den kommenden Jahren relativ viele Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Mit ihnen gehen Wissen und Kompetenzen in Unternehmen verloren“, sagte Renate Hitz, Geschäftsführerin des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. zur Einleitung. Eine altersgerechte Arbeitsgestaltung sei daher ein wichtiger Faktor, um Mitarbeitende möglichst lange im 
Unternehmen zu halten. Die Demografieberaterin Anne-Marie Glowienka stellte dazu das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ vor. Das Modell geht auf den finnischen Professor Juhani Ilmarinen zurück und bietet eine Anleitung für die Gestaltung von gesundheitsfördernden Arbeitsbedingungen. Ähnlich einem Haus umfasst das Modell ein solides Fundament auf dem als Bausteine die vier Schlüsselbereiche Gesundheit, 
Kompetenz, Werte und Arbeit aufbauen. Diese Faktoren beeinflussen die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. „Das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ ist ein Fahrplan, um die eigene Führung zu überprüfen“, so Glowienka.

So könnten gezielt Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden. Es sei jedoch wichtig, einen ganzheitlichen Blick auf die Bereiche zu werfen, denn keine Ebene würde für sich alleine stehen, sondern die einzelnen Bausteine würden sich gegenseitig beeinflussen. „Wenn eine Etage instabil ist, leidet die gesamte Arbeitsfähigkeit“, betonte Glowienka. Beispielsweise würden gesundheitsfördernde Maßnahmen nicht 
nur die Ebene Gesundheit betreffen, sondern auch ein Gefühl von Wertschätzung vermitteln und die Arbeitsleistung beeinflussen.  

Im zweiten Teil der Informationsveranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die wissenswerkstatt der Metropolregion Nordwest e. V. am Standort in Vechta kennenzulernen. Die Pädagogische Leiterin Dr. Heike Pabst erläuterte die Entstehung und die Zielsetzung der Wissenswerkstatt und führte die Gäste durch die Werkstatträume. Das Ziel sei es, Mädchen und Jungen ab 8 Jahren für Mathematik, Naturwissenschaft und Handwerk zu begeistern und ihnen praktische Erfahrungen zu vermitteln, so Dr. Heike Pabst. Neben Angeboten für Schulklassen werden auch Kurse und AGs durchgeführt zu Themen wie z. B. Strom, Metall- und Holz, Robotik, 3D-Druck, Magnetismus oder Pneumatik.  

Foto: Martina Böckermann
Renate Hitz bedankte sich zum Abschluss mit einem Blumenstrauß bei den beiden Referentinnen für die interessanten Einblicke.  
 

Pressekontakt: 
Martina Böckermann 
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