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Starkes Netzwerk für Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf - Verbund familienfreundlicher Unternehmen wächst auf 197 Mitgliedsunternehmen

Mitgliederversammlung des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. Oldenburger Münsterland im Sportcampus OM in Lastrup

 

Ganz im Zeichen von Fitness und Gesundheit stand die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. Oldenburger Münsterland am 15. April 2026. Das spiegelte sich nicht nur beim Veranstaltungsort im SportCampus OM in Lastrup wider, sondern auch in dem Gastvortrag von Dr. Henning Plessow von der AOK Niedersachsen, der über die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements sprach. Wie aktuell dieses Thema für die Mitgliedsbetriebe ist, zeigte die große Zahl der anwesenden Unternehmensvertreterinnen und -vertretern, die von der 1. Vorsitzenden des Verbundes, Katja Meyer-Sieveke, begrüßt wurden.

Rückblickend auf das Jahr 2025 konnte Verbund-Geschäftsführerin Renate Hitz von einem erfolgreichen Jahr mit zahlreichen Aktivitäten berichten. So stieg die Mitgliederzahl zum Stichtag 31. Dezember 2025 auf 197 Unternehmen aus vielen unterschiedlichen Branchen. Die Bedeutung des Verbundes wurde im vergangenen Jahr durch den Besuch des niedersächsischen Sozialministers Dr. Andreas Philippi am 14. Mai 2025 im Rahmen der Woche der Chancengleichheit unterstrichen. Zudem war die Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft Oldenburger Münsterland im März 2025 Gastgeberin für ein Treffen der Vertreterinnen aller niedersächsischen Koordinierungsstellen. Die höchste Auszeichnung für die geleistete Arbeit wurde dem Verbund jedoch am 14. November 2025 zuteil mit der Verleihung des Siegels „Ausgezeichnetes Bündnis 2025“ durch den Parlamentarischen Staatssekretär der Bundesfamilienministerin, Michael Brand MdB, in Berlin, das Carsten Groneick, als 2. Vorsitzender entgegennahm.    

Auch für das laufende Geschäftsjahr 2026 seien bereits viele Aktivitäten geplant, wie Renate Hitz in ihrem Ausblick mitteilte. Ein Schwerpunktthema werde wieder die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sein. Der Verbund familienfreundlicher Unternehmen e. V. bietet dazu in Kooperation mit der Firma Kompass GbR aus Osnabrück Workshops zur Ausbildung „Betrieblicher Pflegelotsen“ an. Der nächste Workshop ist am 10. September 2026 im Zentrum Zukunft im ecopark in Emstek geplant. Für Teilnehmende aus früheren Kursen findet wieder ein Pflegelotsen-Stammtisch am 21. Mai 2026 im Technicom bei der Firma 
Grimme in Damme statt. Unternehmen können zudem über die Kompass GbR Informationsveranstaltungen für ihre Mitarbeitenden buchen, um über pflegerelevante Themen aufzuklären. Im Rahmen der Woche der Pflegenden vom 5. bis 11. Oktober 2026 ist eine Informationsveranstaltung zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf geplant.  

Aufgrund der hohen Nachfrage bietet der Verbund familienfreundlicher Unternehmen einen zusätzlichen Workshop für die Mitgliedsunternehmen zum Thema „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“ mit der Referentin Anne-Marie Glowienka an. Die Veranstaltung findet am 9. Juni 2026 im Zentrum Zukunft im ecopark statt. Anfang November ist ein Vortrag zum Thema „Mitarbeiterbindung stärken – Führen in Krisenzeiten“ geplant. Genaueres dazu wir noch bekanntgegeben. „Ein großer Erfolg war im vergangenen Jahr wieder die Aktion „Ferienbetreuung“, bei der der Verbund bis zu 50 Euro Zuschuss pro Haushalt für die Ferienbetreuung von Kindern zahlt, wenn ein Elternteil bei einem Mitgliedsunternehmen des Verbundes beschäftigt ist“, berichtete Renate Hitz. Insgesamt 223 Anträge konnten bewilligt werden. Diese Aktion wird auch im Jahr 2026 fortgesetzt.  

Eng verbunden ist der Verbund familienfreundlicher Unternehmen mit der Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft, die gleichzeitig die Geschäftsstelle des Verbundes ist. Gemeinsam mit ihrem dreiköpfigen Team betreut Renate Hitz dort Berufsrückkehrerinnen, Mitarbeitende mit Pflegeaufgaben, Alleinerziehende, Frauen mit Migrationshintergrund und Existenzgründerinnen. „Insgesamt wurden 164 Erstgespräche im Jahr 2025 geführt. Für fast 80 Prozent der ratsuchenden Frauen, war die Koordinierungsstelle der erste Anlaufpunkt. 42 Prozent davon waren mit Migrationshintergrund“, erläuterte Renate Hitz. Zahlreiche Frauen konnten nach einer Beratung in einen Job vermittelt werden. Ein Highlight ist in diesem Jahr das 35jährige Jubiläum der Koordinierungsstelle. „Dazu ist im September eine Veranstaltungswoche 
geplant mit Vorträgen, Infoveranstaltungen und Workshops rund um das Thema Frauen und Beruf“, verriet Renate Hitz bereits.  

Zusätzlich organisiert das Team Veranstaltungen und Weiterbildungen und engagiert sich in unterschiedlichen Netzwerken für die Belange der Frauen. Am 29. April 2026 findet das nächste Netzwerktreffen Frauen.Unternehmen:OM in Lohne statt. Nach der erfolgreichen „Betriebe-Tour“ mit Migrantinnen in den vergangenen Jahren stehen weitere Termine am 19. Mai 2026 in Friesoythe und am 27. Mai 2026 in Holdorf auf dem Programm. Hierbei erhalten Frauen mit Migrationshintergrund einen praxisnahen Einblick vor Ort in unterschiedliche Betriebe und Berufe. Am 13. Juni 2026 wird wieder ein Infotag für Alleinerziehende im Gulfhaus Vechta angeboten sowie im November der jährliche FrauenInformationsTag in Vechta. Auch die regelmäßig stattfindenden Infoveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen 
und Online-Stammtische für Alleinerziehende werden fortgesetzt. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen werden auf der Internetseite www.koordinierungsstelleom.de veröffentlicht.  

Bereits vor dem Geschäftsbericht stellte Dr. Henning Plessow in seinem Vortrag die wesentlichen Eckpunkte für die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements vor. „Wenn ein betriebliches Gesundheitsmanagement dauerhaft funktionieren soll, benötigen wir die Führungskräfte“, stellte er klar. Aber auch Informations- und Kommunikationsprozesse würden eine Rolle spielen ebenso wie zeitliche und finanzielle Ressourcen. Man müsse ein betriebliches Gesundheitsmanagement als kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozess leben.   
Zum Start der Veranstaltung hatte Christoph Rohling als Geschäftsführer des SportCampus Oldenburger Münsterland einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Sportstätte gegeben, die vielen noch als Kreissportschule Cloppenburg bekannt ist. 

Foto: M. Böckermann 
Katja Meyer-Sieveke, 1. Vorsitzenden (vordere Reihe, 4. von rechts), Carsten Groneick, 2. Vorsitzender (2. von rechts) und Geschäftsführerin Renate Hitz (vorne Mitte, 8. v. rechts) konnten 
zahlreiche Unternehmensvertreterinnen und -vertreter begrüßen sowie den Geschäftsführer des SportCampus OM Christoph Rohling (4. v. rechts).