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Auch Arbeitnehmer mit Pflegeaufgaben profitieren zukünftig vom Verbund

Mitgliederversammlung des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. beschließt Satzänderungen für Verbesserung von Beruf und Pflege Zukünftig werden auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Pflegeaufgaben sowie deren Arbeitgeber von den Leistungen des Verbundes familienfreundlicher Unternehmen e. V. Oldenburger Münsterland profitieren. Dazu wurde auf der Mitgliederversammlung des Verbundes am Mittwoch, den 22. Mai 2019 bei dem Mitgliedsunternehmen Perso Plankontor in Lastrup eine entsprechende Satzungsänderung einstimmig beschlossen. Bisher lag der Schwerpunkt der Arbeit auf der Förderung von Frauen in Elternzeit und die Wiedereingliederung nach der Familienphase. „Aufgrund der demografischen Veränderungen müssten immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch Pflegeaufgaben übernehmen“, erklärt Renate Hitz, Geschäftsstellenleiterin des Verbundes. Eine Grauzone sei dabei die „Pflege auf Distanz“, bei der die eigentliche Pflege zwar von professionellen Einrichtungen übernommen würde, die Angehörigen aber durch Organisation, Arztbesuche und sonstigen Betreuungsaufgaben unter großen zeitlichen und psychischen Belastungen stünden. Den anwesenden Mitgliedern stellte Renate Hitz bereits ihre ersten Planungen zum Thema „Pflege“ vor. Dazu gehören Informationsveranstaltungen für Beschäftigte mit Pflegelotsen, Ausbildung betrieblicher Ansprechpartner „Pflege“ oder die Entwicklung eines Leitfadens für pflegende Angehörige. Sie arbeitet dabei eng mit den Pflegestützpunkten zusammen.

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„Die deutsche Sprache ist der Schlüssel und öffnet viele Türen“

Izdehar Mustafa ist ein „Best Practice“-Beispiel für die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen im Oldenburger Münsterland Izdehar Mustafa kam im Sommer 2015 als Flüchtling aus Syrien nach Lohne. Mit der Unterstützung von Gaby Middelbeck, die bei der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft im Oldenburger Münsterland das Projekt „Geflüchtete Frauen“ betreut, ist sie heute als Dolmetscherin und Tagesmutter tätig, leitet Nähkurse und engagiert sich ehrenamtlich. Izdehar Mustafa erzählt ihre Geschichte in einem erstaunlich guten Deutsch. In ihrer Heimatstadt Aleppo in Syrien habe sie als Englischlehrerin gearbeitet. Diese Sprachkenntnisse hätten ihr geholfen, die deutsche Sprache zu erlernen, da sie so bereits mit dem lateinischen Alphabet vertraut war. Schon bald nach ihrer Ankunft in Deutschland im Juli 2015 nahmen Izdehar Mustafa und ihr Mann Rostom an Deutschkursen und Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration teil. „Meine erste Deutschlehrerin war Ala Luft von der Kreisvolkshochschule, eine tolle Lehrerin“, erzählt Izdehar Mustafa. Doch auch unermüdlicher Fleiß und Ehrgeiz gehörten dazu. Davon zeugen die Merkzettel mit deutschen Vokabeln, die in ihrer Küche an Schränken und Wänden hängen. „Unterschätzen“, „investieren“, „prognostizieren“ sind nur einige der Wörter, die dort zu lesen sind. „Ich lerne im Moment für die Sprachprüfung C1“, erklärt Izdehar Mustafa, das sei schon eine Herausforderung.

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Besserer Einstieg ins Erwerbsleben für zugewanderte Frauen Schwerpunktförderung der Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft wird 2019 und 2020 fortgeführt

Neun Projektträger des Programms „Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft" können in den nächsten zwei Jahren ihre Aktivitäten zur besseren Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen fortsetzen. Für ihre zusätzlichen Angebote erhalten die Träger jeweils 70.000 Euro. „Viele der Geflüchteten sind erst jetzt richtig angekommen. Doch gerade Frauen haben wegen ihrer familiären Situation weniger Gelegenheit, regelmäßig an Sprach- und Integrationskursen teilzunehmen", erläutert Niedersachsens Sozial- und Gleichstellungsministerin Reimann. „Deswegen ist es mir wichtig, das frauenspezifische Angebot einer vertrauensvollen Beratung, aber auch die regionale Vernetzung mit Einrichtungen und Betrieben vorzuhalten", so Dr. Carola Reimann. Eine gute Arbeitsstelle erleichtere Frauen durch soziale Kontakte die Integration und bedeute im Idealfall ihre finanzielle Unabhängigkeit. Es gab - und gibt weiterhin - großen Informationsbedarf rund um das Thema Arbeitsaufnahme. Das erfolgreiche Engagement der Koordinierungsstellen vor Ort beinhaltete deswegen beispielsweise die Erstellung von mehrsprachigem Informationsmaterial, Gruppenveranstaltungen und Einzelberatungen, aber auch den Aufbau von Patenschaften und die Sensibilisierung anderer Einrichtungen und Unternehmen. Regionale Fachveranstaltungen schaffen neben Austausch von Wissen und Erfahrungen mehr Bewusstsein für das Thema auch in der Öffentlichkeit.

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